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Hätte, hätte, Fahrradkette …

Kennst Du das auch?

Du hast eine Situation erlebt, z.B. ein Vorstellungsgespräch, ein erstes Treffen, einen wichtigen Termin oder ähnliches und im Nachhinein kreisen Deine Gedanken immer wieder um das Erlebte herum und Dein Verstand findet immer wieder neue bessere Antworten auf die vergangen Fragen, oder neue bessere Fragen die Du hättest stellen können um besser da zu stehen, oder intelligentere, witzigere Sätze.

Du hast das Gefühl, nicht schlagfertig genug gewesen zu sein, in einer Situation wo Witz und Humor wichtig gewesen wäre. Hinterher jedoch fällt Dir was super Witziges dazu ein.

Auch auf eine „blöde“ Anmache, findest Du erst einen Tag später eine passende Antwort.

Die Antwort auf eine Frage im Vorstellungsgespräch, klingt im Nachhinein mickrig, und plötzlich fällt Dir der intelligenteste Satz ein den es dazu zu geben scheint. Du hast das Gefühl, wenn ich die Stelle nicht bekomme, dann liegt es daran. „Ach, hätte ich doch nur…“

Weißt Du was ich meine?

Sätze wie…

Wäre ich doch nur langsamer gefahren.

Hätte ich doch früher angefangen.

Hätte ich mich besser vorbereitet.

Hätte ich doch bloß etwas anderes gesagt.

…halten uns im Gedankenkarusell gefangen und machen Dir ein schlechtes Gefühl.

Hätte, hätte Fahrradkette.

Dieses „hätte“ ist etwas, dass in uns Schuldgefühle entstehen lässt. Du nimmst im Nachhinein an, dass das was Du gesagt hast, falsch war oder etwas anderes besser gewesen wäre. Du bewertest Dein, was Du gesagt hast, und vielleicht auch wie Du es gesagt hast, indem Du das Gesagte mit dem vergleichst was Dir neu eingefallen ist.

Und das tut Dir nicht gut.

Okay – manchmal ist die Zunge schneller als der Verstand und ein „zurück“, gibt es nicht.

Aber warum darüber nachgrübeln, was Du anders hättest sagen können oder wollen?

Dieses kreisen um das was Du hättest anders sagen sollen, bindet nur Deine Gedankenenergie im hier und jetzt, an eine Situation in der Vergangenheit.

Ich will damit nicht sagen, dass es keinen Sinn macht über das Erlebte und Gesagte nachzudenken. Durchaus ist es wichtig zu reflektieren um daraus seine Erfahrung abzuleiten.

Nur dieses ständige kreiseln um etwas das nicht mehr zu ändern ist, um eine Situation die sich nicht wiederholen lässt, das kostet Energie und damit Kraft.

Was also tun, wenn Du merkst, dass Du in Deinem Gedankenkarusell festsitzt?

Klar – aussteigen!

Ja, aber wie?

Indem Du Dir bewusst machst, dass die Situation nicht mehr zu ändern ist.

Es gibt ein schönes altes Sprichwort das lautet: „Weine nicht über vergossene Milch.“

 

Es wird nicht besser oder anders, indem Du Dich ärgerst mit „Hätte ich nur…“ Schließe Deinem inneren Frieden mit dem Gesagten und vertraue darauf, dass Du genau zu dem Zweitpunkt das Richtige gesagt hast.

Lass los, das Gesagte im Nachhinein ändern zu wollen um damit etwas erreichen zu wollen, dass vielleicht sowieso nicht anders gekommen wäre.

„Hätt de Hund nit gschisse, hät er de Has verwischt.“ heißt es im Badischen und besagt, dass es nun mal so ist, wie es ist. Und wer weiß, ob der Hase dem Hund nicht nochmal über den Weg läuft und es so zu einer weiteren Begegnung kommt.

„Hab ich verstanden“ könntest Du sagen, trotzdem hören die Gedanken nicht auf.

Dazu gebe ich Dir einen Tipp: Gib Deinem Gehirn eine andere Arbeit.

Das kannst Du, indem Du Dich bewusst dafür entscheidest an etwas anderes zu denken. Bestimmt hast Du das eine oder andere Projekt, ein Ziel, einen Wunsch oder eine Aufgabe, mit der es sich mehr lohnt sich gedanklich zu beschäftigen als gerade mit der Vergangenheit, die ja sowieso nicht mehr zu verändern ist.

Also – dann ändere jedes Mal, wenn Dein Monkeymind wieder kreiselt, den Fokus und entscheide Dich bewusst dafür, Deine wertvolle Gedankenenergie, an etwas zu „verschwenden“ was noch vor Dir liegt.

Dafür braucht es etwas Übung und Geduld mit sich selbst, aber es lohnt sich. Jedes Mal einfach „Stopp“ zu sagen und die Gedanken vom Vergangen abzuziehen und neu auszurichten.

Versuchs einfach mal.

Und wenn es geklappt hat würde ich mich über einen Kommentar freuen, auch wenn es Dir schwer fällt oder einfach nicht klappen will, schreibe gerne einen Kommentar oder eine Nachricht an mich.

Bis dann.

Quelle der Bilder: pixabay

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